Der Philips Momentum 326M6 im Test für die Spielkonsole

Momentum 326M6 Test

In diesem Beitrag werden Marken und Produkte genannt, gezeigt oder verlinkt. In Einzelfällen werden mir auch Testmuster zur Verfügung gestellt. Die deutschen Gesetze verlangen, dass ich in diesem Fall auf WERBUNG hinweise. Du kannst dir sicher sein, dass meine Meinung dadurch nicht beeinflusst wird… 

Ein Gaming-Monitor für Spielkonsolen

Als ich den Momentum 326M6 für einen ausgiebigen Test erhielt, wurde explizit betont, dass es sich hierbei um einen für Spielkonsolen entwickelten Gaming-Monitor handelt.

Und genau dies weckte mein Interesse: Was genau unterscheidet einen normalen Monitor von einem für Spielkonsolen? Warum kein normales TV-Gerät zum PS4 zocken? Diese Fragen möchte ich neben dem normalen Alltagstest mit beantworten.

Philips Momentum 326M6 4K-HDR-Display mit Ambiglow und Ultra Wide Color

So lautet die offizielle Bezeichnung des 32″ Monitors.

Mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten bietet er eine 4K UHD Auflösung. Spezielles Aushängeschild ist jedoch die VESA-zertifizierte HDR 600 Technik sowie das Philips typische Ambiglow.

Der Hersteller bewirbt dazu noch eine sogenannte Ultra Wide Color Technologie. Dazu später mehr…

Für weitere technische Daten verlinke ich an dieser Stelle auf die offizielle Webseite des Geräts. Abtippen ist nicht so mein Ding :-)

Ersteindruck

Das Gerät lässt sich erfreulicherweise stressfrei auf- und zusammenbauen. Der stylische Standfuß ist mit einer einzigen Handbewegung in die Halterung eingeklickt und schon kann es losgehen.

Man spürt sofort, dass es sich bei dem Momentum 326M6 um ein hochwertiges Markengerät handelt. Allein das Gewicht von 7,2 kg (inkl. Standfuß) sorgt für Eindruck.

Im Übrigen ist der Monitor ca. 7 cm stark, was durchaus etwas mehr wie üblich ist.

Das Display selbst besitzt eine blendfreie Beschichtung. Es wirkt optisch also weder komplett matt, wie man es von Laptops kennt, noch voll glänzend. Ich beschreibe es als irgendetwas dazwischen. Auf jeden Fall reflektiert das umgebende Licht nicht zu sehr, was ich gut finde.

So viel zum Ersteindruck. Im folgenden Test gehe ich auf den Alltagsbetrieb über einen längeren Zeitraum ein. Das Gerät wurde ca. 6 Wochen von mir selbst bespielt. Farbmessungen oder sonstige Laborprüfungen findest du hier nicht.

Das Bild des Momentum 326M6

Fangen wir doch gleich mal mit dem wichtigsten Punkt an. Im Test verwendete ich eine PS4 Pro. Diese unterstützt sowohl die HDR-Technik also auch die native Auflösung des Monitors.

Schon nach dem Aktivieren dieser Optionen fallen allein im PS4-Hauptmenü die satten Farben und die knackigen Kontraste auf. Also nichts wie rein ins aktuelle Spiel, dass ich derzeit sowieso am zocken bin: Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands.

Hier mal ein Vergleich, wie sich HDR auf das Bild einer Spielszene auswirkt:

Spielszene aus Ghost Recon Wildlands mit HDR

Spielszene aus Ghost Recon Wildlands mit HDR


Spielszene aus Ghost Recon Wildlands ohne HDR

Spielszene aus Ghost Recon Wildlands ohne HDR

Allerdings fällt der Unterschied auf diesen beiden Screenshots relativ „mau“ aus. Ich kann nicht sagen, in wie fern die PS4 die Screenshots abspeichert und welche Farbinformationen vom Gerät bei der Ausgabe dazu kommen. Optisch war der Unterschied extrem krass! Trotzdem wollte ich dir diese zwei Vergleichsbilder nicht vorenthalten.

Hier nochmal ein Foto mit HDR einer anderen Szene, bei dem die erwähnten Farben und Kontraste besser dargestellt werden…

Momentum 326M6 Ghost Recon

Bildeinstellungen

Mit aktiviertem HDR sind die wählbaren Optionen zum Teil ausgegraut, da diese über die Technik gesteuert werden. Nach etwas hin und her hatte ich die Schärfe leicht erhöht und den Gamma-Wert auf 2.2 gesetzt.

Momentum 326M6 Options

Die Option „Smart Response“ steuert die Reaktionszeit. Die sollte mit Bedacht eingestellt werden. Setzt du den Wert zu hoch, kann bei langsamen Bildwechseln das sogenannte „Ghosting“ entstehen. Die beste Option ist daher der Mittelwert mit „schnell“.

Letztendlich war das Bild sehr beeindruckend!

Da ich bisher mit der Konsole auf einem schnöden TV-Gerät gespielt hatte, war das eine ganz neue Erfahrung. Gerade bei Ghost Recon Wildlands, bei dem ein regelmäßiger Tag/Nacht Wechsel stattfindet, kommt die Stärke der HDR-Technik zum tragen. Schwarz ist eben schwarz und Beleuchtungseffekte kommen erst richtig zur Geltung.

Philips Ambiglow

Ich muss zugeben, dass mir diese Technik bisher nichts sagte. Philips‘ Ambilight hingegen erfreut sich mittlerweile größerer Bekanntheit. Also war ich sehr gespannt, was mich unter dieser Bezeichnung erwartet.

Leider war ich ein wenig enttäuscht, als es dann soweit war.

Unter dem Begriff verbirgt sich lediglich ein LED-Streifen am unteren Rand des Rahmens, der eben nicht nach hinten an die Wand abstahlt, sondern auf die Fläche, auf der das Gerät steht.

Momentum 326M6 Ambiglow

Und wie du auf diesem Bild und den vorherigen schon erkennen konntest, ist der streifen nicht durchgängig beleuchtet. Einzelne Spots (5 auf jeder Seite) strahlen direkt auf die Stellfläche. In meinem Fall ein seidenmatt lackierter Tisch, der natürlich diese einzelnen Spots stark spiegelt. Somit entsteht kein homogenes Farbspiel und die einzelnen LEDs sind erkennbar. Hier eine Szene aus Horizon Zero Dawn

Momentum 326M6 Horizon

Außerdem ist mir der Effekt der angepassten Farben etwas zu schwach und teils unlogisch. Gerade bei dem oberen Bild hätte nach meinem Verständnis auf der rechten Seiten ein satter Grünton erscheinen müssen.

Und dies zog sich über die 6 Wochen durch. Unterm Strich ist Ambiglow ein leichtes Leuchten am unteren Bildschirmrand. Angepasste Farben waren kaum zu erkennen. Zur meisten Zeit war es einfach nur weißes Licht mit Nuancen. Da nützte auch die Option nichts, den Effekt zwischen „normal“, „heller“ und „am hellsten“ zu verstellen.

Im Gegenteil dazu kann Ambiglow jedoch auch mit einer benutzerdefinierten, festen Farbe eingestellt werden. Diese bleibt dann konstant erleuchtet. Komischerweise waren die hier eingestellten Farben sehr satt. Wenn du also ein generelles Farbkonzept in deinem Gaming-Raum hast, kann dies eine gute Ergänzung sein.

Die Anschlüsse des Momentum 326M6

Beim Thema Anschlüsse ist der Monitor meines Erachtens sehr üppig ausgestattet. Mit 3x HDMI 2.0 und einem DisplayPort ist alles abgedeckt, was man braucht. Der Eingang für die „Separate Synchronisation“ ist mir jedoch ein Rätsel.

Dazu kommt ein Audio-Eingang und ein Kopfhörer-Ausgang sowie gleich 4x USB 3.0, von denen 2 Ports eine erhöhte Spannung für Schnellladung haben.

ABER!

Die Tatsache, dass sich alle Anschlüsse an der schwer zugänglichen Unterseite befinden, ist nicht ganz optimal. Gerade für den Kopfhörer oder die USB-Ports hätte ich mir hier eine Lösung an der Seite gewünscht.

Sonstige Merkmale

Neben den wichtigen Hauptmerkmalen wie dem Bild, der HDR-Technik oder Ambiglow sind für mich auch immer die kleinen Dinge wichtig. Schließlich bringen diese den entscheidenden Unterschied, ob das Gerät etwas für DICH ist oder ob es ein anderes Modell wird.

Der Sound

Kurz und knapp: Den kannst du vergessen!

Das ist jedoch kein direkter Minuspunkt. Der Sound ist eben wie bei allen Bildschirmen mit integrierten Lautsprechern. Viel zu klein dimensioniert, blechern klingend und nur absolute Notlösung.

Mehr soll es auch nicht sein. Welcher Gamer spielt schon mit den integrierten Lautsprechern des Displays? Wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnt haben.

Ultra Wide Color

Wie Anfangs erwähnt, bringt der Momentum 326M6 die Ultra Wide Color Technologie mit. Unabhängig von HDR verbirgt sich dahinter eine Technik, bei der die einzelnen LEDs mit rot und grün schillerndem Phosphor beschichtet sind. Normalerweise wird gelber Phosphor verwendet.

Dies führt zu einem veränderten Farbspektrum, was angeblich dafür sorgt, dass sich mehr Farben darstellen lassen. Ob das so ist, konnte ich natürlich mit meinen Mitteln nicht messen. Ich kann jedoch sagen, dass das Bild in Verbindung mit HDR einfach der Hammer war!

Hier würde kein Foto oder ein Screenshot auch nur ansatzweise das live gesehene Bild darstellen können. Deshalb lasse ich es einfach :-)

Menü und Bedienung

Kennst du das? Du willst bei einem Monitor nur die Helligkeit etwas erhöhen und verzweifelst an der Bedienung mit 4 Knöpfen? Nicht beim Momentum 326M6! Mit nur einem einzigen Knopf konnte ich das Menü intuitiv und schnell bedienen. Einfach cool!

Standfuß und Höheneinstellung

Bei vielen Displays werden die Standfüße oft stiefmütterlich behandelt. Dies ist dann an Optik, Haptik, Material und Funktion zu spüren. Aber nicht bei diesem Gerät.

Der Standfuß hat mich sofort beeindruckt!

Momentum 326M6 - Der Standfuss

Hochwertiges Material, tolles Design und total funktionell. Die Höhe lässt sich spielend leicht mit nur einem Finger einstellen und bleibt anschließend fest in Position.

Auch die Montage sowie Demontage gehen mit nur einem Handgriff von der Hand. Wirklich ganz großes Lob für dieses kleine aber wichtige Detail von meiner Seite!

Hier übrigens noch die die einzigen Messungen in diesem Beitrag. Da die Angaben aus den technischen Daten oft verwirrend sind, hatte ich die minimale und maximale Höhe über dem Tisch gemessen…

Momentum 326M6 - minimale Höhe
Minimale Höhe - 6 cm
Momentum 326M6 - maximale Höhe
Maximale Höhe - 17 cm

Fazit zum Philips Momentum 326M6

Mit einem Marktpreis von ca. 500,- Euro ist der Monitor zwar etwas kostspieliger als die 32″-TV-Kollegen aus dem Samstags-Angebot. Dieser Test hat mir aber gezeigt, dass eine Konsole wie die PS4 Pro oder die XBox One X auch mehr verdient haben, als ein schnödes TV-Gerät.

Vesa HDR 600 in Verbindung mit Ultra Wide Color Technik sehen einfach Bombe aus! Ich werde diesem Testmodell noch lange hinterhertrauern. Das weiß ich jetzt schon. Volle Punktzahl für das Bild!

Wie erwähnt könnte ich jedoch sehr gut auf Ambiglow verzichten. Es hat mich weder überzeugt, noch beeindruckt. Dann lieber das klassiche Ambilight oder eigene LED-Beleuchtung. Ein nice to have ist es jedoch allemal…

Unterm Strich ein sehr beeindruckendes Gerät in Sachen Bild und Funktion. In Verbindung mit der PS4 Pro kann die maximale Leistung des Vesa HDR 600 voll abgerufen werden, was wirklich sehr beeindruckend war!

WAS MIR GEFALLEN HAT

  • geniales Bild durch HDR und Ultra Wide Color
  • perfekt für Gaming an der Konsole geeignet
  • intuitiv bedienbares Menü
  • viele Anschlüsse
  • stylischer und funktioneller Standfuß

WAS MIR NICHT GEFALLEN HAT

  • Ambiglow nicht sehr beeindruckend…
  • …und teilweise unlogisch
  • Anschlüsse wie USB und Kopfhörer schwer zugänglich
Philips 326M6VJRMB/00 80 cm (31,5 Zoll) Monitor (HDMI, USB Hub, DisplayPort, Ambiglow, 4ms...
  • UltraClear 4K UHD Auflösung für Präzision, High Dynamic Range (HDR) und Ultra Wide-Color für realistischere, farbenfrohe Bilder; Gaming Monitor
  • MVA Panel, UHD, DisplayHDR 600, FlickerFree Technologie, Low Inputlag, LowBlue Modus, Ambiglow, Adaptive Syncronisation, 2x 5W DTS Sound
  • Helligkeit/Kontrast: 600 cd/m² 3.000:1, Anschlüsse: 2x HDMI 2.0, 1x Displayport 1.4, 1x Mini DisplayPort 1.2, 4x USB 3.0, Headphone out, 2x 5W DTS Sound
  • Herstellergarantie: 2 Jahre bei Verkauf und Versand durch Amazon, Bei Verkauf und Versand durch einen Drittanbieter gelten die Angaben des jeweiligen Verkäufers.

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