Das 4K Einmaleins – Alles über Ultra-HD Bildschirme für den PC

4k ultra hd

Ein Gastbeitrag von Selcuk Koc [4kmonitor.net]

4K ist nach wie vor kein Standard auf dem Schreibtisch der meisten PC Nutzer.

Doch laufen hochauflösende Ultra-HD Bildschirme den Full-HD Geräten immer mehr den Rang ab. Ein atemberaubend scharfes Bild ist nur ein hervorzuhebendes Argument von vielen.

Doch was taugen Ultra-HD Monitore für den PC? Welche Vorteile bringt die hohe Auflösung? Wie sieht es mit den Nachteilen aus? Und eignet sich die hohe Auflösung auch fürs Gaming?

Die Antworten zu diesen und vielen weiteren Fragen findest du im folgenden Beitrag.

 

Was ist 4K überhaupt?

Schauen wir uns zunächst einmal an, was die immer häufiger verwendete Abkürzung „4K“ oder „Ultra-HD“ zu bedeuten hat:

Der Begriff 4K definiert folgende zwei Eigenschaften:

  1. Bildschirme mit dieser Auflösung stellen vier mal mehr Bildpunkte dar als ein Full-HD Gerät. Während Full-HD 2.073.600 Pixel wiedergibt, kommen 4K Geräte auf 8.294.499 Bildpunkte.
  2. Der Bildschirm stellt in der Horizontalen 4000 Bildpunkte dar. Die Zahl wird hier jedoch etwas aufgerundet. Denn die meisten 4K Geräte stellen eine Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten dar.

Im englischen wird das K hinter einer Zahl immer dann angehängt, wenn ein Wert von 1000 Einheiten abgekürzt werden soll. Entsprechend also 4000 = 4K.

Halten wir also fest: Ein 4K Bildschirm besitzt die vierfach höhere Auflösung als ein üblicher Full-HD Bildschirm.

Welche Vorteile ergeben sich durch die hohe Auflösung?

Eines der schwerwiegendsten Vorteile die sich daraus ergeben, haben wir bereits in der Einleitung erläutert. Durch die sehr hohe Pixeldichte sind einzelne Bildpunkte selbst auf kürzeste Distanz kaum zu erkennen. Dadurch ergibt sich eine auf dem PC noch nie dagewesene Bildqualität.

Text und Bilder wirken wie auf Papier gedruckt. Videos sind so detailreich und lebensecht wie nie zuvor. Dadurch, das die Bildpunkte sehr dicht beieinander liegen, erhält der Anwender einen erhöhten Farbraum und verbesserten Kontrast.

PC Nutzer profitieren am meisten

Im Durchschnitt sitzen die meisten Menschen in ihren Wohnzimmern ca. 3 Meter entfernt von ihrem 4K Fernseher. Durch die große Entfernung ist der Unterschied zu Full HD – je nach Bildschirmgröße – kaum bis nicht zu unterscheiden.

Genau hier punkten PC Monitore mit einer Ultra-HD Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten. Denn am Schreibtisch sitzen wir ca. 50 – 70 Zentimeter weit entfernt vom Bildschirm. Bei Full-HD Geräten mit 24 Zoll lässt sich hier bereits das Raster an dem die Bildpunkte angeordnet sind erkennen.

Je größer der Monitor, desto störender wirken die Bildpunkte.

Ab 24 Zoll ist deshalb bereits ein WQHD (1440p) Monitor zu empfehlen.

Ab 27 Zoll kann zu Ultra-HD gegriffen werden.

Empfehlenswert sind allerdings 32 bis 40 Zoll. Unter 32 Zoll müssen Schriften und Icons auf 150% hochskaliert werden, da sich sonst kaum was lesen und erkennen lässt.Raster Bildpunkte bei Full-HD

Weitere Vorteile die für 4K sprechen:

  • preislich inzwischen deutlich attraktiver als vor 1-2 Jahren
  • 75% mehr Arbeitsfläche – es können vier Full-HD Fenster nebeneinander dargestellt werden
  • nahezu identischer Stromverbrauch

Gibt es auch Nachteile?

Verschwiegen werden sollte nicht, das die hohe Auflösung auch Nachteile mit sich bringt.

Je nach Bildschirmgröße muss – wie bereits erwähnt – skaliert werden. Sonst wirken Icons und Schriften sehr klein.

Windows 10 beherrscht die Skalierung inzwischen recht gut. Nur Schriften in älteren Programmen können noch verwaschen wirken. Dieses Problem lässt sich leicht umgehen, indem man in den Einstellungen -> Kompatibilität ->  den Haken bei „Verhalten bei hoher DPI-Skalierung überschreiben setzt und bei -> Skalierung durchgeführt von „Anwendung“ wählt.

 

4K Gaming am PC?

Games sehen in Ultra-HD fotorealistisch aus. Selbst kleinste Details sind deutlich erkennbar und gehen nicht im Pixelmatsch unter. Ein riesen Schritt in Sachen Grafik- und Bildqualität.

Unschöne Treppcheneffekte, wie wir sie von Full-HD kennen, gehören der Vergangenheit an. Selbst ältere Titel wirken wie ein anderes Spiel und sind es wert erneut installiert und durchgezockt zu werden.

Doch einen Nachteil, der oben unerwähnt blieb, gibt es noch: Eine sehr potente Grafikkarte ist Voraussetzung um in 4K zocken zu können!

Denn diese muss nun acht- statt zwei Millionen Bildpunkte gleichzeitig berechnen. Dies schaffen aktuell nur High-End Grafikkarten der GTX 10-Serie (980 TI ebenfalls) von Nvidia oder die Radeon RX Vega von AMD.

Und selbst diese kommen ins Schwitzen.

Durch die hohe Pixeldichte wird allerdings kein Anti Aliasing benötigt. Das spart viel Rechenpower und entlastet die Grafikkarte. Zudem helfen Nvidias G-Sync und AMDs FreeSync dabei die Bildrate zwischen Monitor und Grafikkarte synchron zu halten. Dadurch wird zum einen Tearing behoben und zum anderen Microrucklern entgegengewirkt. Das Bild wirkt dadurch butterweich, selbst wenn die Framerate sinkt.

Wie sieht es an den Konsolen aus?

PS4 Pro und Xbox One X Nutzer haben da etwas mehr Grund zu jubeln. Denn diese müssen sich keine Sorgen darüber machen, ob die Leistung der Grafikkarte ausreicht um in 4K Zocken zu können.

Und einige Ultra-HD PC-Monitore lassen sich mit den beiden Konsolen nutzen.

Doch gibt es eine Hürde: So muss der Monitor einen HDMI 2.0 Eingang besitzen. Trotzdem scheint dies allein nicht immer ein Garant für die Funktionalität zu sein. Du solltest dich vor dem Kauf definitiv schlau machen, ob der von dir ausgewählte Bildschirm mit deiner Konsole kompatibel ist.

 

Was sollte ich vor dem Kauf beachten?

Wenn du auf folgende Eigenschaften achtest, kannst du beim Kauf nicht viel falsch machen:

Bildwiederholrate: Achte unbedingt darauf, das du dir einen Monitor mit mindestens 60 Hz kaufst. Idealerweise sowohl am HDMI- als auch am Displayport. Dies ist zwar bei neueren Modellen „State of the Art“ und gehört zum Standard. Doch gerade ältere Modelle können am HDMI Port nur 30 Hz, was zu unschönen Rucklern beim Scrollen durch Webseiten und deines Mauszeigers führt. Zudem sind damit die darstellbaren Bilder pro Sekunde auf 30 begrenzt.

Das Panel:

  • TN: Möchtest du den Monitor ausschließlich zum Zocken verwenden, kannst du zu einem TN-Panel greifen. Diese sind meist etwas günstiger und haben eine Grey-to-Grey Reaktionszeit von einer Millisekunde. Besonders Shooter-Freunde schwören auf ein ghostingfreies Spielerlebnis. Die Nachteile überwiegen beim TN-Panel jedoch: Farben wirken blass. Zudem musst du exakt mittig vor dem Bildschirm sitzen, da die Farben sonst falsch dargestellt werden.
  • IPS: Möchtest du eher Casual Games und keine Shooter spielen, so greif unbedingt zu einem Bildschirm mit IPS-Panel. Du zahlst zwar etwas mehr, erhälst dafür aber naturgetreue Farben und einen besseren Kontrast. Die Farben werden praktisch aus jedem Blickwinkel korrekt dargestellt und der Schwarzwert ist deutlich besser. Die Reaktionszeit beträgt hier meist ca. fünf Millisekunden. Für viele ist der Unterschied nicht bis kaum wahrnehmbar. Moderne Geräte besitzen zudem einen Overdrive Modus mit dem das Ghosting weiter minimiert werden kann. Gerade für Web, Bildbearbeitung und Videos ist ein IPS-Panel unabdingbar.

HDCP 2.2: Das ist ein Kopierschutz, der das illegale Aufzeichnen von 4K-Inhalten unterbinden soll. Möchtest du mit deinem neuen Monitor auch 4K Blu-Rays, Netflix oder Amazon-Video in 4K genießen, muss sowohl deine Grafikkarte- als auch dein Monitor HDCP 2.2 unterstützen.

 

Welche 4K Geräte sind empfehlenswert?

Beinahe im Wochentakt erscheinen neue Displays auf dem Markt. Schwierig hier den Überblick zu behalten. Eine kleine Hilfestellung sollen folgende Geräte geben, die sich bereits mehrfach bewährt haben und empfehlenswert sind:

Samsung U28E590D – Der Dauerbrenner für den kleinen Geldbeutel

Mit dem U28E590D hat Samsung einen echten Hit gelandet. Der Bildschirm bietet den idealen Einstieg in die Ultra-HD Welt. Mit seinem 1ms schnellen TN-Panel und AMD-FreeSync Support ist er bestens fürs Gaming geeignet. Auch die PS4 Pro oder Xbox one X lassen sich damit nutzen. Er ist meist unter 300,- Euro zu haben, bietet allerdings keinen HDCP 2.2 Support.

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Samsung U28E590D 71,12 cm (28 Zoll) Monitor (HDMI, 1 ms Reaktionszeit, 60 Hz Aktualisierungsrate,...
  • UHD Monitor (Auflösung 3840 x 2160); Ultra schnelle Reaktionszeit: 1 ms (G/G)
  • Kontrast: Mega Contrast; Helligkeit: 370 cd/m²
  • Synchronisiert die Bildschirmaktualisierungsrate dynamisch mit der Bildrate Ihres Inhalts
  • Betriebssystem Kompatibilität: Windows, Mac

 

LG 27UD69-W – Alleskönner mit IPS-Panel

Mit dem 27UD69-W beweist LG erneut das sie sehr gute Panels bauen können. Der Bildschirm überzeugt durch knackige Farben, eine hohe Blickwinkelstabilität und ist, dank AMD-FreeSync Support, auch bestens fürs Gaming (auch PS4 Pro und Xbox One X) geeignet. Preislich liegt er auf einem guten Level und untertützt auch den HDCP 2.2 Kopierschutz.

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LG IT Products 27UD69-W 68,58 cm (27 Zoll) LED Monitor schwarz
  • 68,58 cm (27") Ultra HD 4K IPS Monitor mit New Cinema Screen Design von nur 5,6 mm Rahmenbreite
  • HDMI ULTRA HD Deep Color Unterstützung für schärfere detailreichere Bildwiedergabe bei 60 Hz
  • Gaming Features wie FreeSync (HDMI + DisplayPort), Dynamic Action Sync (DAS), Game Modi (Presets für FPS / RTS Gaming) und Black Stabilizer sorgen für optimales Gaming
  • My Display Presets für programmabhängige Bildvoreinstellungen (inklusive Split Screen - unterteilt den Bildschirm in bis zu vier Teilbereiche unter DisplayPort und HDMI unter Windows und Mac)

 

AOC U3277PWQU – Großer 32 Zöller mit bester Preis-Leistung

Der U3277PWQU wird nicht nur in Foren häufig empfohlen. Auch in diversen Tests schneidet der Bildschirm von AOC sehr gut ab. Zu seinen stärken zählt die sehr gute Farbwiedergabe, der hohe Kontrast und die Multifunktionseigenschaften. Er eignet sich bestens für die Bildbearbeitung, Web und auch Gaming.

AOC U3277PWQU 80,01 cm (32 Zoll) Monitor (VGA, DVI, HDMI, 5ms Reaktionszeit, DisplayPort, 3840 x...
  • AMVA-Technologie: liefert detaillierte Bilder und große Betrachtungswinkel von 178 Grad
  • 4K mattes Display mit 5ms Reaktionszeit, 180 mm höhenverstellbar, Lautsprecher
  • Helligkeit/Kontrast: 350 cd/m²/3000:1, Anschlüsse: VGA (Analog), DVI, HDMI (MHL), DisplayPort
  • Herstellergarantie: 3 Jahre bei Verkauf und Versand durch Amazon. Bei Verkauf und Versand durch einen Drittanbieter gelten die Angaben des jeweiligen Verkäufers

 

Fazit

4K kommt immer mehr in Fahrt. Wenn du bereits seit einiger Zeit mit einem 4K Monitor liebäugelst, ist vielleicht jetzt der beste Zeitpunkt für den Umstieg. Möchtest du dich ausführlicher über das Thema informieren, kannst du bei uns auf www.4kmonitor.net zahlreiche Beiträge rund um das Thema 4K Monitore finden.

Wir hoffen, das wir mit diesem Gastbeitrag etwas Licht ins Dunkle zum Thema 4K bringen konnten und möchten uns herzlichst bei Dennis für die Veröffentlichung dieses Artikels bedanken.

Vielen Dank an Selcuk für diesen informativen und hilfreichen Gastbeitrag!
gamer83.de

2 Kommentare

  1. Danke für den Artikel. Ich wollte mich eh mal mit dem Thema beschäftigen und habe jetzt einen schönen Einstieg bekommen.

    Antwort
  2. Hi Dennis,

    auch von mir an dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön für die Veröffentlichung.

    Viele Grüße
    Selcuk

    Antwort

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