The Last of Us Part 2 – Eine Reise durch Herzschmerz und Überleben

The Last of Us Part II

PS4
9.2

Überragend

The Last of Us Part 2 – Eine Reise durch Herzschmerz und Überleben

The Last of Us Part 2 – Eine Reise durch Herzschmerz und Überleben

Vor Kurzem durfte ich endlich in die fesselnde Welt von The Last of Us Part 2 eintauchen, einem Videospiel, das nicht nur aufgrund seiner atemberaubenden Grafik, sondern auch wegen seiner tiefgreifenden Handlung und packenden Spielmechaniken Aufsehen erregt.

Dieses Meisterwerk von Naughty Dog ist mehr als nur ein Spiel – es ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die den Spieler durch Höhen und Tiefen menschlicher Natur führt.

Die Handlung setzt einige Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils ein. Wir schlüpfen erneut in die Rolle von Ellie, einer jungen Frau, die in einer von der Natur zurückeroberten, postapokalyptischen Welt ums Überleben kämpft.

Einzigartiges Storytelling

Die Geschichte beginnt in der scheinbaren Idylle von Jackson, Wyoming, wo Ellie und ihre Freundin Dina in einer Gemeinschaft leben, die sich vor den Gefahren der infizierten Welt schützt. Doch schon bald wird diese Ruhe durch einen tragischen Vorfall gestört, der Ellie auf einen Pfad der Rache und Selbstfindung führt.

Die erzählerische Tiefe von The Last of Us Part 2 ist beeindruckend. Die Entwickler haben es geschafft, eine Geschichte zu weben, die nicht nur spannend ist, sondern auch moralische Dilemmata und die Konsequenzen von Entscheidungen erforscht.

Während man durch die gefährlichen Gebiete der Vereinigten Staaten reist, erlebt man nicht nur den Kampf gegen die infizierten Kreaturen, sondern auch gegen andere Überlebende, die oft genauso gefährlich sind.

Die Charakterentwicklung ist ein weiterer Höhepunkt des Spiels.

Ellie ist nicht mehr das schutzbedürftige Mädchen von einst. Sie hat sich zu einer taffen und komplexen Persönlichkeit entwickelt, die mit den Herausforderungen der Welt um sie herum kämpft.

Die Beziehung zu Dina ist dabei ein zentrales Element der Handlung, und die Art und Weise, wie ihre Bindung im Spiel präsentiert wird, ist bewegend und glaubwürdig.

Der Wechsel zu Kontrahentin Abby bringt eine zusätzliche Dimension ins Spiel, wobei die Spieler die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erleben und dabei tiefer in die Welt des Spiels eintauchen können.

 

Mehr Grafik braucht es nicht

Grafisch setzt das Spiel aus heutiger Sicht keine neuen Maßstäbe. Zur Zeit des Release auf der PS4 könnte man das aber durchaus behaupten.

Die Details in den Umgebungen, die realistischen Animationen und die eindrucksvollen Zwischensequenzen lassen einen oft vergessen, dass man ein Videospiel spielt. Die Entwickler haben nicht nur eine postapokalyptische Welt geschaffen, sondern auch eine, die lebendig wirkt – trotz des Verfalls und der Bedrohungen.

Taktiker gefragt

In Bezug auf die Spielmechanik hat Naughty Dog einige bemerkenswerte Neuerungen eingeführt. Das Überlebens- und Kampfsystem wurde erheblich erweitert, wodurch die Spieler vor schwierige Entscheidungen gestellt werden.

Die Begegnungen mit den infizierten Feinden erfordern nicht nur geschicktes Schleichen, sondern auch taktisches Denken und effektive Ressourcenverwaltung.

Die Einführung von Hundepatrouillen in einigen Abschnitten des Spiels bringt eine neue Dynamik in die Stealth-Elemente. Die Spieler müssen nicht nur menschliche Feinde überlisten, sondern auch den Scharfsinn der Vierbeiner vermeiden, was das Spielerlebnis noch intensiver gestaltet.

Die Waffen-Upgrades und das Crafting-System bieten zudem eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Spielweise den eigenen Vorlieben anzupassen.

 

Sound und so…

Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt von The Last of Us Part 2 ist der Soundtrack und die Audiokulisse. Zufälligerweise durfte ich das Spiel umhüllt von einer Dolby Atmos Soundanlage erleben.

Die Musik fängt die Stimmung jeder Szene perfekt ein und verstärkt die emotionalen Momente des Spiels. Auch die Passagen ohne Musik werden durch pulsierendes Basswummern spannend gehalten. Dann, wenn die Situation unter Kontrolle ist, wechselt die Message des Sounds zu „hey, alles cool“.

Die Dialoge sind erstklassig vertont, was die Immersion in die Geschichte weiter verstärkt. Meiner Meinung nach müssten heute deutlich mehr Spiele vernünftig vertont werden.

Etwas Kritik muss auch sein

Es sei erwähnt, dass das Spiel nicht ohne kleine Kritikpunkte auskommt. Gelegentlich können die spielbaren Rückblenden als etwas langatmig empfunden werden, und der selbst zu bastelnde Schalldämpfer erzielt leider nicht den gewünschten Effekt.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass The Last of Us Part 2 nicht nur ein Videospiel ist, sondern eine Erfahrung, die einen emotional berührt und zum Nachdenken anregt.

Die Kombination aus fesselnder Handlung, beeindruckender Grafik und herausfordernden Spielmechaniken macht es zu einem Meisterwerk, das in der Gaming-Geschichte einen festen Platz einnehmen wird.

Naughty Dog hat erneut bewiesen, dass Videospiele Kunst sein können – eine Kunstform, die in der Lage ist, Geschichten zu erzählen und Emotionen zu vermitteln wie kein anderes Medium.

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