eSport erobert die Welt

eSport trat in unser Leben ein, als 1972 Studenten der Stanford University das erste Gaming-Turnier veranstalteten. Seitdem ist der Aufstieg des eSports nicht aufzuhalten. Zukunftsprognosen sagen voraus, dass der positive Trend in den folgenden Jahren kaum gestoppt werden kann, was nun auch den traditionellen Sport dazu verleitet, in die Gaming-Branche zu investieren.

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Wie alles begann

1972 organisierten Studenten der Stanford University das erste Gaming-Turnier „Intergalactic Spacewar Olympics“ und gaben damit den Startschuss für den Aufstieg des eSports. Die Spieler kamen damals zusammen, um ihre Gaming-Fähigkeiten im Videospiel Intergalactic Spacewar unter Beweis zu stellen. Im Gegensatz zu heute war der Siegerpreis relativ klein. Der Gewinner erhielt tatsächlich nur ein Jahresabonnement für das Magazin Rolling Stone.

Der digitale Fortschritt und Gaming gehen Hand in Hand. Als die technischen Entwicklungen in den 1990ern das Gaming massentauglich machten, interessierten sich immer mehr Menschen für Video- und Computerspiele. Je mehr sich die Fangemeinde ausdehnte, desto größer wurden die Events und die Preise. 1997 gewann der erste professionelle eSport-Spieler Dennis Fong einen Ferrari im Red Annihilation-Turnier. Seitdem nimmt der Hype um eSports kein Ende. Heute sind vor allem MOBA voll im Trend wie League of Legends im esport oder DOTA, für die internationale Events veranstaltet werden, in denen tausende Spieler für hohe Gewinnsummen gegeneinander antreten.

Auch der traditionelle Sport scheint mittlerweile den digitalen Newcomer zu respektieren. Während bekannte Clubs wie die Los Angelos Lakers oder Manchester City eigene eSport-Teams aufgestellt haben, eröffnet sich langsam in der sportbezogenen Entertainmentindustrie eine ganz eigene Sparte, in der Gaming von Zuschauern wie traditionelle Sportarten zelebriert wird. Die Erscheinung von eSport auf Sportwettseiten wie Betway ist demnach kein Zufall. Zusätzlich schießen Kanäle wie Esports TV oder eSPORTS1 wie Pilze aus dem Boden und unterstreichen die Popularität von Gaming unter den Sportzuschauern.

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Deutschland hinkt dem Trend hinterher

Deutschland liebt den Fußball. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass hierzulande die FIFA-Reihe zu den beliebtesten Spielen im Bereich des eSports zählt. Deutsche Teams haben mehrmals im internationalen Event World Cyber Games den ersten Platz errungen. Auch Fußballclubs haben bemerkt, dass sich eSport als der neue Zuschauermagnet für langfristige Investitionen lohnt.

FC Schalke 04 und VFL Wolfsburg zählen zu den ersten Vereinen, die eine Mannschaft für die virtuelle Welt aufgestellt haben. Zudem existiert seit 2012 eine virtuelle Bundesliga, die auf Initiative der Deutschen Fußball Liga und EA Sports ins Leben gerufen wurde. Gesponsert wird sie vom Schweizer Unternehmen TAG Heuer, das bekannt für die Herstellung von hochwertigen Uhren im luxuriösen Preissegment ist. Inzwischen gibt es mehr als zwanzig deutsche Sportclubs, die in der virtuellen Liga gegeneinander antreten.

Trotz der zunehmenden Akzeptanz von Gaming als eigene Disziplin, hinkt Deutschland dem weltweiten Trend hinterher. Länder wie China, Südkorea oder Russland haben bereits eSport als eine eigene Sportart anerkannt und leiten zahlreiche Schritte ein, um aus dem Zukunftspotential zu schöpfen. Besonders China wagt große Investitionen im Bereich des eSports. Das neueste Ziel des Landes ist es, eine eSport-Stadt zu gründen, die professionellen Spielern den größtmöglichen Komfort bieten soll.

Was sagt die Zukunft?

Newzoo, der global führende Anbieter von Spiele- und eSportanalysen, prophezeit, dass die globalen Einnahmen sich im Bereich von eSports in diesem Jahr auf 1,1 Milliarden US-Dollar erhöhen werden. Das entspricht einem Plus von mehr als 25 Prozent. Ein Grund für den zunehmenden Profit sind die steigenden Zuschauerzahlen, die einen Anstieg von 15 Prozent machen werden. Prognosen für die folgenden Jahre sagen voraus, dass bis 2022 die Zuschauerzahlen auf 645 Millionen Menschen aufsteigen werden, während die Gewinne voraussichtlich die 1,8 Milliarden US-Dollar-Marke erreichen können.

Auch wenn die Studenten der Stanford University damals den Erfolg kaum vorausahnen konnten, ist es angesichts des heutigen Standpunktes kaum überraschend, dass sich eSports immer mehr ihren Platz neben traditionellen Sportarten sichern zu scheinen. Sportclubs und Unternehmen, die mit der Sportindustrie und der Herstellung von Hardware-Produkten für Computer verlinkt sind, können den Aufstieg des eSports kaum ignorieren. In näherer Zukunft werden wir den kontinuierlichen Einzug der virtuellen Sportarten in vielen Sparten der Unterhaltungsindustrie beobachten und mit Sicherheit mitfeiern.

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