Die richtige Kühlung für den Gaming PC

Kühlung für den Gaming PC

Neben dem Prozessor, der Grafikkarte, dem Mainboard und dem Netzteil, ist auch die Kühlung für den Gaming PC ein wichtiger Bestandteil.

Oben genannte Komponenten erzeugen beim Zocken jede Menge Wärme und müssen gut gekühlt werden. Ist das Kühlsystem eines Rechners zu schwach oder funktioniert es nicht einwandfrei, merkst du relativ schnell Leistungseinbußen beim Spielen.

Des Weiteren ist die Kühlung mitunter (nicht immer) auch eine der größten Lärmquellen eines Gaming PCs und kann beim Zocken als großer Störfaktor empfunden werden.

Wichtig zu wissen ist, dass heutzutage die meisten Komponenten von modernen Spielerechnern selbst über einen Kühler verfügen. Aber auch wenn z.B. Grafikkarte oder Netzteil schon über einen Kühler verfügen, heißt das nicht, dass der Gaming PC optimal gekühlt ist.

Die Kühler von Netzteil oder Grafikkarte befinden sich im Gehäuseinneren eines Gaming PCs und müssen erst einmal mit einem entsprechend Luftstrom versorgt werden. Dafür ist der Gehäuselüfter zuständig und bei guten Gaming PCs sind meist mehrere dieser Gehäuselüfter verbaut.

Ich gebe dir hier nützliche Infos zum Thema Kühlung für den Gaming PC und zeige dir, auf was du dabei achten solltest. Folgende Infos werden, soweit es möglich ist, auch im Gaming PC Ratgeber berücksichtigt.

 

Wasser- oder Luftkühlung

Die zwei gebräuchlichsten Arten der PC-Kühlung sind die Luft- und die Wasserkühlung. Die wesentlichen Unterschiede dieser zwei Kühlsysteme sind, neben der Funktionsweise, der Preis und die Geräuschkulisse. Wasserkühler sind immer noch teurer als Luftkühler, bieten dafür aber mehr Kühlleistung und sind geräuscharmer als Luftkühler. Wie funktionieren nun diese beiden Kühlsysteme?

Die Luftkühlung

Bei der Luftkühlung wird ein Kühlkörper aus Aluminium oder Kupfer auf der zu kühlenden Fläche angebracht. Um die erzeugte Hitze optimal abtransportieren zu können, ist der Kühlkörper einerseits mit einem Lüfter ausgestattet und andererseits wird Wärmeleitpaste oder ein Wärmeleitpfad zwischen zu kühlender Komponente und Kühlkörper eingesetzt, um die entstehende Hitze optimal ableiten zu können. In Bezug auf die Geräuschkulisse ist der Lüfter die Hauptlärmquelle, doch je größer der Durchmesser des Lüfters ist, desto weniger laut ist das Kühlsystem.

Die Wasserkühlung

Das Wasserkühlsystem besteht aus mehreren Schläuchen, einem Radiator und einer Pumpe. Auch bei der Wasserkühlung gibt es einen Kühlkörper, jedoch ist dieser über Schläuche mit einem größeren Kühlkörper (Radiator) verbunden und wird mit Wasser gekühlt. Eine Pumpe, welche zumeist außerhalb des PC-Gehäuses ist, sorgt für den optimalen Wasserfluss. Wasserkühlungen werden meistens von PC Gamern, welche über sehr starke Gaming PCs verfügen oder ihre Gaming PCs übertakten, verwendet.

 

Wie viele Lüfter brauche ich am Gehäuse

Generell ist die Anzahl der Lüfter abhängig vom verwendeten Gehäuse und generell sollten nicht zu viele Lüfter verbaut werden. Hat man zu viele Lüfter, die frische Luft ins Gehäuse befördern, aber zu wenige, die warme Luft absaugen, kommt es zu einem Hitzestau. Optimal sind zwei bis drei Lüfter. Eine oder zwei Lüfter sollten an der Front des Gaming PC verbaut sein und einer am hinteren Teil des Gehäuses. Der Lüfter am vorderen Teil des Gehäuses versorgt zum einen das Gehäuseinnere mit frischer Luft und kühlt zum anderen die vorhandenen Speichermedien. Außerdem versorgt der Frontlüfter generell die vorhandene Hardware mit kühler Luft. Der Lüfter am hinteren Teil des Gaming PCs befördert die warme Luft aus dem Gehäuse und sorgt auch dafür, dass der Lüfter des Netzteils keine allzu warme Luft ansaugt.

 

Unter- oder Überdruck

Ein wichtiger physikalischer Zusammenhang in Bezug auf Unter- oder Überdruck im Gehäuse ist der Kamineffekt. Der Kamineffekt besagt, dass warme Luft, welche eine geringere Dichte besitzt als kalte Luft durch Öffnungen in der Gehäuseoberseite austritt. Ist die Anzahl der Lüfter, welche frische Luft ins Gehäuseinnere befördern, kleiner als die Anzahl der Lüfter, welche warme Luft aus dem Gehäuse absaugen, kommt es zu einem Unterdruck. Der Vorteil dabei ist zum einen eine höhere Kühlleistung und zum anderen eine Verstärkung des Kamineffekts. Der Nachteil ist, dass sich relativ viel Staub im Gehäuse ansammeln kann. Ein Überdruck entsteht, wenn das Gegenteil des zuvor erklärten, zutrifft – die Anzahl der Lüfter, welche frische Luft ins Gehäuse befördern ist größer als die Anzahl der Lüfter, welche frische Luft absaugen. Überdruck verschlechtert die Kühlleistung ein wenig, da der Kamineffekt nicht mehr genutzt werden kann, hat aber den Vorteil, dass sich weniger Staub ansammelt.

 

Was du sonst noch zur Kühlung für den Gaming PC wissen solltest

Ein wichtiger und oftmals vernachlässigter Punkt ist der Standort des Gaming PCs. Einerseits sollt man darauf achten, dass das Gehäuse genug Luft zum atmen hat (ein eingequetschter PC zwischen Wand und Schreibtisch sollte vermieden werden) und dass das Gehäuse vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt wird.

Eine weitere Maßnahme, mit der man die Kühlung des Gaming PCs verbessern kann, ist Ordnung im Gehäuse zu schaffen. Sind die Kabel im Gehäuseinneren ein großes Wirrwarr, kann die Luft schlecht zirkulieren und der PC kann nicht gut gekühlt werden. Hierbei empfiehlt es sich bei einem größeren Kabelsalat mit Kabelbindern Abhilfe zu schaffen.

Last but not least sollte man das Innere des Rechners ab und an mal entstauben. Zu viel Staub ist Gift für die Kühlung und beeinträchtigt die Leistung der Komponenten erheblich.

Willst du noch mehr Infos zu den wichtigen Bestandteilen eines Gaming PCs erfahren, dann besuche uns auf http://gaming-pc-ratgeber.com. Ich freue mich auf deinen Besuch und auf interessante Kommentare.

Vielen Dank an Marco für diesen Beitrag zum Thema Kühlung!
Dennis | gamer83.de

6 Kommentare

  1. Lüfter werden meiner Meinung nach zu sehr unterschätzt.
    Gerade, wenn einige Leute ein Gehäuse ohne Mesh haben und die Luft dann nicht durchkommen kann. :D

    PS: „Zu viel Staub ist sehr schlecht für die Kühlung und beeinträchtig“ ..da hat sich wohl ein kleiner Fehler eingeschlichen (;

    Antwort
  2. Hi,

    seitdem ich auf Wasserkühlung umgestiegen bin, bin ich sehr zufrieden. Es ist einfach flüsterleise. Kann ich jedem empfehlen! Vor allem gibt es recht preisgünstige Lösungen :)

    Liebe Grüße

    Antwort
  3. Ich kann mich meinem Vor-Poster nur anschließen, benutze seit einiger Zeit einer Wasserkühlung und muss sagen, dass es um Welten angenehmer ist. Wasserkühlung bei einem Gaming-PC muss sein.

    Antwort
  4. Wasserkühlung hat wirklich den Vorteil, dass es sehr sehr leise und dadurch angenehm ist. Dadurch macht das Gamen am PC noch mehr Spaß ;-)

    Antwort
  5. Also Leute ich weiß ja nicht. Aber eine Wasserkühlung macht auch Geräusche. Denn der Wärmetauscher braucht genauso Lüfter. Ganz so leise ist eine Wasserkühlung nicht. Dann kommt noch die Pumpe dazu. Was auf jeden Fall klar ist: Sie ist stärker in der Kühlleistung.

    Antwort

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