Datenträgerverwaltung

Windows 7

Die Krux mit der Datenträgerverwaltung

Ich möchte heute brandaktuell über ein Thema berichten, welches mir die Tage ganz schön Kopfzerbrechen bereitet hat und mit Sicherheit bei vielen ein Thema ist bzw. gar nicht erkannt wird. Die Datenträgerverwaltung unter Windows 7.

Zuvor muss ich jedoch etwas ausholen…

Vor einigen Wochen setzte ich mein System neu auf weil ich mir eine neue SSD zugelegt hatte. Und zwar eine Samsung 840 PRO mit 256 GB. Zuvor hatte ich eine “noname” Billig-SSD mit 64 GB, da SSD’s zum Zeitpunkt meiner letzten Nachrüstung noch etwas teurer waren. Trotzdem hatte diese erheblich mehr Speed wie eine HDD und beschleunigte mein System erheblich. Vor allem den Systemstart.

 

Nun zum Problem mit der Datenträgerverwaltung

Die neue SSD verbaute ich als Systemplatte für Windows und Programme. Die Alte SSD als Spieleplatte und die HDD als Datenlager.

Nachdem ich alles formatiert hatte und Windows 7 erfolgreich installiert war, folgte ein kurzer Moment der Enttäuschung. Der Systemstart dauerte komischerweise erheblich länger als vorher. Irgendwie bemerkte ich auch keinen Zuwachs an Speed durch die High-End SSD!

Nach langer Suche und allen möglichen Einstellungen, Treiberaktualisierungen, Messungen und Benchmarks zeigte die Samsung SSD jedoch eindeutig die bessere Leistung. Doch warum dauert dieser verdammte Bootvorgang so lange?!

Durch zufälliges stöbern durch mein Lieblingsforum kam ich auf einmal auf eine Idee. Nach einem Blick in die Datenträgerverwaltung war alles klar! Ich hatte mal wieder vergessen bei der Windows Installation die anderen Festplatten abzuklemmen!

Aber warum sollte man beim Installieren von Windows nur die Systemplatte am Mainboard haben? Windows XP, Windows 7 und bestimmt auch noch Windows 8 haben dasselbe Problem. Egal wie man im Bios/UEFI die Prioritäten der angeschlossenen Laufwerke setzt. Windows hat hier eine ganz eigene Regel.

Das heißt also, wenn ich Windows auf meine Hauptplatte – bspw. C:\ installiere – werden hier nur die Daten abgelegt. Als Systemplatte mit den ganzen Bootsektoren und Startdateien werden auf der von Windows auserwählten Platte abgelegt. Wie im Bild zu sehen, ist meine zweite Platte als Systemplatte und als aktive Partition markiert. So wird also beim Start des Systems von beiden Platten gebootet. Das kostet Zeit!

Die Lösung ist ganz einfach! Das System neu Aufsetzten und während der Neuinstallation alle anderen Platten vom Mainboard abziehen… Da dies aber für die paar Sekunden Bootzeit etwas viel Aufwand und vor allem wieder viel Einrichtungszeit nach der Installation kostet, gibt es auch eine andere Lösung!

DTV-Vorher

Datenträgerverwaltung vorher

 

Was müssen wir also tun?
Kurz gesagt ziehen wir alle anderen Festplatten vom Mainboard ab und booten den PC mit dem Windows-Datenträger ins Windows-Setup. Die integrierte Systemreparatur stellt den fehlenden (auf der anderen Platte) Bootsektor wieder her und alles läuft wieder.

Und los geht’s:

  • wichtige Daten auf C:\ sichern (mutige können diesen Schritt auslassen)
  • falls C:\ nicht als „aktiv“ markiert ist, bitte in der Datenträgerverwaltung noch einstellen
  • PC herunterfahren und vom Netz nehmen
  • Alle Festplatten – außer der Windows-Zielplatte – ausstöpseln
  • PC wieder einschalten und von Windows-Datenträger booten – Setup startet
  • Beim Willkommens-Bildschirm des Setups wählen wir „Computerreparaturoptionen“
  • Das System sucht nun automatisch auf der noch vorhandenen Platte nach Windows-Installationen und stellt dann theoretisch fest, dass es Probleme mit den Startoptionen gibt.
  • Wir bekommen die Meldung „Windows hat Probleme mit den Startoptionen des Computers erkannt.“ Danach auf „Reparieren und neu starten“ klicken
  • Da die Reparatur insgesamt drei Durchläufe braucht, muss der ganze Vorgang noch zweimal wiederholt werden. Schon beim zweiten Durchgang stellen wir fest, dass Windows diesmal erkannt wurde und wir wählen – falls notwendig – das Wiederherstellungstool „Systemstartreparatur“
  • Wenn nichts schief geht, müsste nach dem dritten Durchgang alles wieder normal laufen. Also PC herunterfahren und die anderen Platten wieder anschließen.

Alles was wir nun noch machen müssen, ist die anderen Festplatten „inaktiv“ zu setzen. Keine Angst, das steht nur für die „aktive Partition“ von der gebootet werden kann. Da wir das ja nicht wollen, schalten wie sie inaktiv. Leider geht das in Windows nicht so einfach mit ein paar Klicks. Hierzug brauchen wir das versteckte Tool „diskpart“.

Einfach die Eingabenaufforderung mit dem Befehl cmd im Ausführen-Feld der Startleiste aufrufen. Dann direkt „diskpart“ eingeben und mit Enter bestätigen. Mit dem Befehl „list disk“ gibt das Tool eine Liste aller Festplatten aus. Wir wählen danach mit „select disk 1“ oder je nach dem „select disk 2“ die aktive Platte an, die wir inaktiv setzen möchten. Diesmal geben wir ein „list partition„, darauf hin erscheint die Liste mit den Partitionen auf der gewählten Platte. Nun noch „select partition 1“ zum anwählen der Partition eingeben und mit dem Befehl „inactive“ inaktiv setzen. Mit „exit“ das Programm verlassen. Fertig!

Ein prüfender Blick in die Datenträgerverwaltung zeigt uns dann das Ergebnis:

Datenträgerverwaltung nachher

Datenträgerverwaltung nachher

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